Clubferien 2026 Regensburg
Die Clubferien des MC Linth führten dieses Jahr nach Regensburg in Ostbayern, welches am nördlichsten Punkt der Donau liegt und die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz ist.
AM Pfingstsamstag konnte Tourleiter Alex Hager 12 Töfffahrer in Näfels bei sonnigstem Wetter zu den Clubferien begrüssen. Über die Autobahn erreichten wir bald die Grenze bei Hohenems, durchquerten den Bregenzerwald und anschliessend das Allgäu und erreichten gegen Mittag die Fuggerstadt Augsburg. Hier folgten wir dem Lech nordwärts bis Marxheim wo Lech und Donau zusammenfliessen. Ab hier folgten wir der Donau, umfuhren die Audistadt Ingolstadt und kamen am Abend gut in Regensburg an, wo wir im Hotel Dechbettener Hof freundlich empfangen wurden. Der Seniorchef, Bruno Mascarello, ist im Glarnerland aufgewachsen und dann der Liebe wegen nach Regensburg gezogen. Am Sonntag führte unsere Tour ins Naabtal wo wir schwungvoll der Naab folgten um dann bald Rieden zu queren und in Altdorf anzukommen. Hier fanden wir zwar keinen Klausenpass, aber dafür einen tollen Weg durch Mittelfranken und das Altmühltal zurück nach Regensburg.
Für den Montag hatten uns unsere Gastgeber Bruno und seine Claudia ein Programm rund um Regensburg zusammengestellt. Er führte uns zuerst zur Rosenburg über Riedenburg. Dort konnten wir einer Greifvogelshow geniessen. Es war eindrücklich, die verschiedenen Greifvögel, wie Habichte, Falken und Adler in ihrer Flugkunst zu bestaunen und knapp über unsere Köpfe fliegen zu sehen. Danach fuhren wir nach Dietfurt an der Altmühl zur Schleuse des Main-Donau Kanals. Zuerst zeigte Bruno uns den alten Teil, der von König Ludwig I. in Auftrag gegeben wurde und anschliessend die neue Schleuse die einen Teil des neuen Kanals bildet und erzählte uns spannende Begebenheiten über die Funktionsweise dieser Schleuse. Anschliessend besuchten wir die Weissbierbrauerei Kuchelbauer in Abensberg, wo wir einer Brauereiführung beiwohnen und den bekannten Hundertwasserturm besichtigen konnten. Zum Abschluss dieses Tages besuchten wir die Dult in Regensburg, das drittgrösste Volksfest in Bayern. In einem Festzelt genossen wir die tolle Stimmung, das typische Essen und die vielen in Lederhosen und Dirndl gekleideten Menschen. Am nächsten Tag hatte Bruno für uns ein weiteres abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Zuerst genossen wir eine Führung durch Regensburg, erfuhren hier viel über die Geschichte dieser Stadt als wichtiger Handelsort im Mittelalter durch die Lage an der Donau und bestaunten den Dom St. Peter mit der grössten freihängenden Orgel der Welt und die vielen farbigen Kirchenfenster. Weiter führte unser Weg durch die charmante Altstadt vor das alte Rathaus wo die nächste Führung auf uns wartete. Hier wurde uns die Geschichte dieses Gebäudes und die Bedeutung der Stadt als Sitz des immerwährenden Reichstages im Heiligen römischen Reich im 17. Und 18. Jahrhundert nähergebracht. Dieser brachte damals die grosse deutsche und europäische Politik nach Regensburg. Nach einer Stärkung im Wurstkuchl an der Donau stand zum Abschluss noch eine Führung durch das Schloss St. Emmeram auf dem Programm. Hier erfuhren wir interessantes über die Geschichte dieses Gebäudes das früher ein Kloster war und über die Geschichte der Familie von Thurn und Taxis deren Urahn das System der heutigen Post erfand und somit zum Aufstieg der Familie vom einfachen italienischen Bürger zum deutschen Adel verhalf. Am Mittwoch war dann wieder Töfffahren angesagt, der Bayerische- und Böhmerwald war unser Ziel. Wir konnten herrliche Strassen in einer charmanten Gegend mit sehr wenig Verkehr geniessen. Ein stetes auf und ab und hin und her bei, durch die vielen Strassen im Wald, sehr angenehmen Temperaturen begleiteten uns den ganzen Tag. Den Donnerstag verbrachten wir im Altmühltal, einem weiteren Eldorado für uns Motorradfahrer. Dieses Tal ist eine der schönsten Natur- und Kulturlandschaften Bayerns und bekannt für seine Flusstäler und weissen Kalksteinfelsen. Der Freitag führte uns nach Passau wo die Flüsse Ilz und Inn in die Donau münden. Wir folgten der Donau und bestaunten von weitem die Walhalla, einer Ruhmeshalle über der Donau, die an das Parthenon auf der Akropolis erinnert. In Passau angekommen schlenderten wir zum 3-Flüsse Eck wo die drei Flüsse zusammenlaufen und liessen die ansprechende Stimmung auf uns wirken, um dann durch die charmante Altstadt zurück zu unsern Töffs zu kommen. Zurück ging es dem Inn entlang bis Schärding, wo wir einen kurzen Blick auf die malerische Altstadt werfen konnten und durchquerten anschliessend Oberbayern bis nach Regensburg. Am Abend durften wir ein letztes Mal die herzliche bayerische Gastfreundschaft und die leckeren Speisen im Dechbettener Hof geniessen, bevor es am Samstag galt Abschied zu nehmen. Wir folgten ein letztes Mal der Donau bis nach Saal an der Donau und fuhren dann südlich durch die Hallertau, dem grössten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiet der Welt. Bald darauf verliessen wir Oberbayern und fuhren in die Region Schwaben ein um dann bei Kellmünz der Iller in südlicher Richtung zu folgen und dann bei Memmingen auf die Autobahn zu gelangen und auf dieser die Heimat anzusteuern. Wir durften eine lässige unfallfreie Woche in einer herrlichen Gegend bei bestem Wetter und lockerer Stimmung geniessen. Besten Dank an alle die dazu beigetragen haben.
Alex Hager