Berner Oberlandtour 2025
Die Spätsommertour des MC Linth führte dieses Jahr ins Berner Oberland nach Lenk. Bei Kaiserwetter konnte Tourguide Alex Hager am ersten Septemberwochenende zehn Biker und eine Sozia in Näfels begrüssen.
Unsere Reise führte uns zuerst auf die Autobahn bis Pfäffikon und dort hinauf in Richtung Rotenthurm. Weiter gings hinunter nach Arth-Goldau und dem Zugersee entlang bis Immensee und über Meierskappel hinauf nach Michaelskreuz. Dieser Weg über den Rooterberg bot uns auf der einen Seite tolle Ausblicke zurück über den Zugersee, doch auf der anderen erwartete uns ein dichtes Nebelmeer, welches sich auf dem Weg rund um Luzern aber bereits wieder auflöste. So nahmen wir den kurvigen Weg hinein ins Eigental unter die Räder und konnten hier herrliche Fernblicke zurück über Luzern und den Vierwaldstättersee geniessen. Über Rengg erreichten wir das Entlebuch und kurze Zeit später das Emmental. Hier bogen wir links ab um über Blapbach und Eggiwil hinauf zum Schallenberg zu kommen. Dieser Pass verbindet das Emmental mit dem oberen Aaretal und ist mit seinen tollen Kurven ein Paradies für uns Motorradfahrer. Auf verkehrsarmen Nebenstrassen fuhren wir weiter, durchquerten Linden, die Heimat von Tom Lüthi, und kamen so im Aaretal an, um direkt weiter zum Gurnigelpass zu rollen. Der Gurnigel, im Naturpark Gantrisch gelegen, ist ein weiteres Kurveneldorado und liess unsere Herzen wiederum aufleuchten. Nach der Passhöhe, bereits im Greyerzerland, folgten wir der Kalten Sense, die bei Zollhaus mit der Warmen Sense zusammen trifft und zur Sense wird. Bei Plaffeien bogen wir links ab und fuhren zum Greyerzersee und fuhren an seinem Ostufer entlang um danach die Strasse zum Jaunpass in Angriff zu nehmen. Diese Strecke hat ihren Ursprung in den 1870er Jahren, als nach dem Deutsch-Französischen Krieg die militärisch wichtigen Städte Thun und Bulle miteinander verbunden wurden. Schwungvoll ging es danach durch schräglagenreiche Rechts-Links Kombinationen hinunter ins Simmental und wir durften auch hier wieder schöne Ausblicke auf die Berner Alpen geniessen. Kurz darauf kamen wir in Lenk an, wo wir im Hotel Wildstrubel unsere tolle Unterkunft hatten und den Tag mit einem feinen Nachtessen und guten Benzingesprächen ausklingen liessen Der Sonntagmorgen empfing uns mit strahlendem Himmel aber frischen Temperaturen und so konnten wir nach einem reichhaltigen Frühstück entspannt das Simmental hinausfahren, um dann bei Spiez direkt ins Kandertal hineinzugelangen. Bei Reichenbach bogen wir in Kiental ab, um zum Höhepunkt unserer Reise zu kommen, der Strasse zur Griesalp. Diese Sackgasse ist mit bis zu 28 Prozent Steigung die steilste Postautostrecke Europas mit kehrenreicher aber nur wenig mehr als lenkerbreiter Piste und führt durch eine grandiose Alpenlandschaft mit einem herrlich stiebenden Wasserfall. Oben auf der Griesalp angekommen wurde das Erlebte verarbeitet und die schöne Aussicht genossen. Gestärkt fuhren wir wieder zurück, hinunter fiel alles viel leichter, und kamen über Aeschi zum Thunersee und folgten diesem bis Interlaken, wo wir ins Lauterbrunnental einfuhren und durch diese grandiose Landschaft bis zuhinterst ins Tal zu reisen und dann auch gleich wieder hinaus um dann den Brienzersee zu begleiteten. Anschliessend steuerten wir unsere Maschinen durch die Aareschlucht nach Innertkirchen, wo wir unsere Energiespeicher wieder auffüllten. So nahmen wir nun den letzten Teil unserer Reise in Angriff. Durchs hübsche Gadmental erreichten wir den Sustenpass und das Meiental im Urnerland und über den Klausenpass erreichten wir zufrieden das Glarnerland
Alex Hager